Körper und Psyche

 

Erkrankt der Körper, ist es für die meisten von uns eine Selbstverständlichkeit einen Arzt aufzusuchen.

 

Erkrankt jedoch die Psyche, ist dieser Weg häufig sehr viel steiniger. Zum Einen liegt es wohl daran, dass man selbst psychische Beeinträchtigungen häufig als eigene Schwäche  ansieht, zum Anderen auch daran, dass ein Besuch bei einem Psychotherapeuten oder Psychiater vom persönlichen Umfeld häufig mit sehr viel Skepsis betrachtet wird.

 

Wie bei körperlichen Erkrankungen ist es auch im psychischen Bereich wichtig und durchaus sinnvoll, eine psychische Störung möglichst früh zu erkennen und zu behandeln, um damit einer Verschlimmerung oder Chronifizierung vorzubeugen.

 

Jeder von uns kennt Gefühle wie Angst, Verlegenheit, Hoffnungs-losigkeit, Verzweiflung, Trauer oder Freude - oder körperliche Symptome wie schweißnasse Hände, Zittern, Herzrasen oder den berühmten „Kloß“ im Hals - all das ist menschlich.

 

Treten diese Symptome allerdings in Situationen auf, in denen man sie eigentlich nicht erwartet, ist das verwirrend. Treten diese Gefühle oder Körperreaktionen zusätzlich noch ohne jede Vorwarnung und sehr intensiv auf, kann das sehr beängstigend und erschreckend sein.

 

Kommt dann noch dazu, dass man anfängt Dinge zu vermeiden, die einem eigentlich lieb und teuer sind und dass der Alltag nicht mehr wie gewohnt bewältigt werden kann, beginnt der Leidensdruck in den Vordergrund zu treten.

 

Bitte geben Sie sich in so einem Fall frühzeitig selbst die Chance auf  professionelle Hilfe - genauso selbstverständlich, wie Sie bei einer Erkältung zum Hausarzt gehen würden. Häufig hilft schon ein erstes Gespräch, den Leidensdruck zu mindern und die Weichen für positive Veränderungen zu stellen...